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3.-10.09.2017 - Emder Schüler in Israel - siehe in: Exkursionen 2017

Eine Reise nach Lodz Projekt mit BBS II Emden, www.emden-lodz.de

Stolpersteine auf der Homepage der Stadt Emden, www.emden.de                                 

Letzte Änderung
January 31. 2018 20:43:15
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Zurück aus Lodz mit neuen Archiv-Funden
Schüler von BBS II und Max begeistert von Austausch

Deutsch-polnische Schülergruppe bei Recherchen in der Gedenkstätte Radegast/Lodz

13.01.2018 - Begeistert kehrten zwanzig Schülerinnen und Schüler der BBS II Emden
und des Max-Windmüller-Gymnasiums Emden aus Lodz und Ozorkow in Polen zurück nach
Ostfriesland. Eine neue Erfahrung ... ein Austausch mit vier Schulen:
Zwei Gymnasien und zwei Technische Oberstufengymnasien. Während die BBS II
empfangen wurde von Agnieszka Świca, Aleksandra Jurek und dem Schulleiter
Tomasz Kozera vom Polytechnischen Liceum in Lodz, traf das Max auf Monika
Wolska und Agnieszka Wrześkiewicz von der Szkoła Podstawowa in Ozorkow.
Alle Emder Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert über die
riesige Gastfreundschaft, mit der sie in Polen aufgenommen wurden.

Die BBSII–Schüler waren im Staatsarchiv Lodz mit ihren polnischen Austausch-
partner aktiv.Tausende Karten aus den noch vorhandenen Arbeitsmeldeunterlagen
aus dem Ghetto-Archiv wurden durchforstet nach ostfriesischen Namen und Adressen.
Die Chance auf entsprechende Fundstücke  relativ gering. Aber Archivarbeit ist
mühsam und nicht immer erfolgreich.Dagegen wurden die Schüler an anderer Stelle
fündig: Nach der Eingangsregistratur am Ghettoeingang wurden die Ghettobewohner
auch noch an ihren jeweiligen späteren Wohnorten registriert. Von besonderem
Interesse dabei sind die komplett ergänzten Randbemerkungen, die ausfindig gemacht
werden konnten: die Aussage „verstorben am 2.IV.1942“ ist präzise, ebenso „verzogen
im Ghetto am 14.V.1942“, aber als verhüllender Begriff ist folgende Formulierung
zu sehen: „ausgewiesen am 12.V.1942“.Unter Ausweisung wurde verstanden, dass die
so bezeichneten Emder, Auricher oder Norder an dem entsprechenden Tag mit der
Bahn nach Kulmhof (heute Chelmno) transportiert wurden, in einer alten Mühle über-
nachten mussten und am nächsten Tag in einem Bus mit Motorabgasen ermordet wurden.